Warum ein Mangel die Nerven schädigen kann – Diabetiker sind besonders gefährdet

(djd). Im Kanon der Vitamine hat das Vitamin B1 – im übertragenen Sinne – eine gewichtige Stimme. Es ist vor allem im Kohlenhydratstoffwechsel aktiv und beeinflusst auf diese Weise den Energiehaushalt der Nervenzellen. Denn das Gehirn und die Nervenzellen sind im besonderen Maße auf Kohlenhydrate als Energielieferanten angewiesen. Ein Mangel an Vitamin B1 – auch Thiamin genannt – kann daher relativ schnell dazu führen, dass das Nervensystem nicht mehr seine volle Leistung erbringt und Schaden nimmt. 5 wichtige Fragen zu einem Vitamin B1-Mangel und dessen sinnvollem Ausgleich finden sich unter www.rgz24.de/vitamin-b1-mangel.

 

Der Körper braucht Vitamin B1, um aus Kohlenhydraten Energie zu gewinnen. Ein Vollkornmüsli mit Nüssen versorgt den Körper mit dem wichtigen Vitamin.
Der Körper braucht Vitamin B1, um aus Kohlenhydraten Energie zu gewinnen. Ein Vollkornmüsli mit Nüssen versorgt den Körper mit dem wichtigen Vitamin.
Foto: djd/Wörwag Pharma/Colourbox

 

Erhöhter Bedarf bei Diabetes

Nicht nur eine einseitige Ernährung kann zu einer Unterversorgung mit Vitamin B1 führen, sondern auch ein erhöhter Bedarf an dem Vitamin. Eine der häufigsten Ursachen für einen Mangel ist ein Diabetes mellitus, denn erhöhte Blutzuckerwerte können dazu führen, dass der Körper mehr Vitamin B1 verbraucht. Zugleich wird das Vitamin bei Diabetikern meist vermehrt über die Nieren ausgeschieden. Eine Studie hat gezeigt, dass bei Diabetikern im Vergleich zu Gesunden die Vitamin-B1-Konzentration im Blutplasma um durchschnittlich 75 Prozent verringert war. Dieser Mangel kann Nervenschäden (Neuropathien) verursachen oder verstärken, die sich meist durch Missempfindungen in den Füßen äußern, wie Kribbeln, Brennen oder Taubheit. Auch übermäßiger Alkoholgenuss stellt eine Gefahr für den Vitamin-B1-Haushalt dar, da in diesen Fällen das Vitamin im Darm nicht gut aufgenommen werden kann. Wer unter einer chronischen Darmerkrankung leidet, nimmt Vitamin B1 ebenfalls schlechter auf.

 

Ein erhöhter Blutzuckerspiegel (im Bild: Blutzuckermessung) erhöht den Bedarf an Vitamin B1.
Ein erhöhter Blutzuckerspiegel (im Bild: Blutzuckermessung) erhöht den Bedarf an Vitamin B1.
Foto: djd/Wörwag Pharma/Colourbox

 

Den Speicher wieder auffüllen

Besteht ein Mangel zum Beispiel in Folge eines Diabetes, reicht die Ernährung allein meist nicht aus, um die Speicher des Körpers wieder aufzufüllen und den erhöhten Bedarf zu decken. Denn das in der Nahrung enthaltene Vitamin kann der Körper nur in geringen Mengen aufnehmen. In diesen Fällen sind Präparate mit der Vitamin-B1-Vorstufe Benfotiamin geeignet. Diese ist etwa in milgamma protekt enthalten, das rezeptfrei in der Apotheke erhältlich ist. Das Provitamin ist fettlöslich und kann daher leichter über den Darm aufgenommen werden. So kann es einen Mangel zuverlässig ausgleichen und bei längerfristiger Einnahme Symptome der Nervenschädigung wie Kribbeln und Brennen in den Füßen lindern. Wer zudem seine Ernährung umstellt, unternimmt effektiv etwas gegen Mangelerscheinungen. Zu den wichtigsten Quellen von Vitamin B1 zählen Vollkornprodukte, Nüsse, Hülsenfrüchte und mageres Schweinefleisch.

 

Mangelt es dem Körper an Vitamin B1, so kann sich dies durch Kribbeln, Brennen oder Taubheit in den Füßen äußern - dorthin reichen die langen Nervenstränge, die oft von Mangelerscheinungen betroffen sind.
Mangelt es dem Körper an Vitamin B1, so kann sich dies durch Kribbeln, Brennen oder Taubheit in den Füßen äußern – dorthin reichen die langen Nervenstränge, die oft von Mangelerscheinungen betroffen sind.
Foto: djd/Wörwag Pharma/colourbox,de

 

Mit Benfotiamin gegen Beri-Beri

Es gibt Stoffe in Lebensmitteln, die die Aufnahme von Vitamin B1 bremsen können – dazu zählen etwa Tee und Kaffee, aber auch roher Fisch. Er enthält ein Enzym, das Vitamin B1 zerstört. In Japan führte der häufige Verzehr von rohem Fisch noch in den 1920er Jahren vielfach zu Beri-Beri-Fällen – einer ausgeprägten Form des Vitamin B1-Mangels. Um diesem entgegenzusteuern wurde in Japan die fettlösliche Vitamin B1-Vorstufe Benfotiamin entwickelt.

 

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